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Newsletter 3. KW 2018

Die 216. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Liebe Freunde von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

so langsam kommt das Jahr in Fahrt. Am Samstag war Rundgang durch die Spinnerei in Leipzig. Tausende auf den Beinen obwohl Schalke in Leipzig verlieren durfte. Interessanterweise kommen 20 - 30 Besucher täglich an normalen Tagen in die Galerien und Ateliers auf dem Gelände. Mancherorts ist manche Galerie froh, wenn schon zwei am Tag kommen. Der Verkauf an Laufkundschaft scheint aber auch in Leipzig mühsam, wie der aus Marseille und Paris dorthin gegangene Sam Dukan erzählt. Eigen+Art ging es da besser. Arbeiten der ukrainischen Künstlerin Lada Nakonechna wurden schon während des Rundgangs verkauft.

"Gurlitt, Stern, Flechtheim - wer versichert mir Geschichte?" unter diesem Titel findet dieses Jahr das Kölner Kunstversicherungsgespräch während der Art Cologne statt. Am Freitag, den 20. April diskutieren u.a. Philipp Remy (Autor eines Buches über den Fall Gurlitt) und Julia Barbara Ries (Leiterin der Kunstversicherung bei ERGO) mit Peter Grabowski ab 10.00 Uhr im Europasaal der Kölner Messe. Anmeldungen nehmen wir jetzt unter info(at)zilkensfineart.com entgegen.

In den Zusammenhang passt auch die jetzt von der Leipziger Volkszeitung aufgeworfene Frage nach dem Umgang mit Kunst in sächsischen Museen aus dem Königreich Benin, die 1897 von britischen Soldaten in Afrika geraubt und später über den Kunsthandel in private und öffentliche Sammlungen gelangte. Neil MacGregor, der Intendant des Kulturforums in Berlin, kommt in diesem Zusammenhang aus seiner Zeit als Chef des British Museums in die Schusslinie. Wären Leihgaben in Ausstellungen gegen Beschlagnahme versicherbar?

Neues Ungemach für Yves Bouvier, den vormaligen Eigentümer von Natural Le Coultre in Genf. (Und auch ein Thema für versicherbare? Vergangenheit) Einen Klimt, für 112 Mio. USD erworben von österreichischen Besitzern, hatte er wohl für 183,8 Mio. USD an Rybolovlev weitergereicht. Das Werk konnte Österreich nur verlassen, weil die Erben des 1938 enteigneten jüdischen Vorbesitzers 50% der ursprünglichen Kaufsumme (also 56 Mio. USD) bekamen. Die Erben meinen nun, daß Bouvier nur als Vermittler aufgetreten sei und ihnen deshalb noch knapp 36 Mio. USD zustehen.

Wie es aussieht, habe ich eine Flasche Champagner verloren. Die Bürgerversicherung kommt nicht. Dafür soll aber die Abgeltungssteuer wieder durch den individuellen Steuersatz getauscht werden. Die Gewinne der Unternehmen werden besteuert und diejenigen, die durch ihr Kapital und ihre Risikobereitschaft für die Existenz der Unternehmen und damit auch der Arbeitsplätze sorgen, werden aus dem bereits Versteuerten noch einmal zur Kasse gebeten. Und noch manche andere Ungereimtheit findet sich in den 28 Seiten Sondierungsvereinbarungen. Auch eine Seite zu Kultur! Schlafforscher haben ermittelt, daß 22 Stunden ohne Schlaf wirken wie 1‰ Alkoholgehalt im Blut. Die Verhandlungen haben 26 Stunden gedauert. Die Wirkung des Schlafentzugs ist exponential. Führerscheinbesitzer am Steuer wären längst aus dem Verkehr gezogen worden. Aber vermutlich dient diese Erkenntnis nur dazu, um zu begründen, warum man in den folgenden Koalitionsverhandlungen noch einmal ganz von vorn anfängt.

Im deutschen Museumswesen tut sich 2018 was: 8 neue Besetzungen sind jetzt schon bekannt und alle weiblich: Christine Lethert zum Portikus nach Frankfurt; Ellen M. Harrington ans deutsche Filmmuseum dortselbst; Susanne Pfeffer ans Museum für Moderne Kunst in Frankfurt; Nicole Fritz an die Kunsthalle in Tübingen; Nikola Dietrich an den kölnischen Kunstverein; Janneke de Vries an die Weserburg in Bremen; Stephanie Rosenthal an den Martin Gropius Bau in Berlin und Gabi Ngcobo leitet die Biennale in Berlin. Wir wünschen allen Erfolg und Förderer beiderlei Geschlechts, die die fehlenden Mittel der öffentlichen Hand ausgleichen. Das könnte allerdings schwieriger werden, wenn Unternehmen von ihren Anteilseignern (m/w) angehalten werden, wegen der Doppelbesteuerung und der paritätischen Beteiligung an den Krankenversicherungsbeiträgen, durch Kostenreduzierung im Sponsoring einen Ausgleich zu schaffen.

Lassen Sie sich die Woche dadurch nicht verdrießen.

Ihr

Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH