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Newsletter 22. KW 2017

Die 183. von allen.

Kobels neue Kunstwoche ist online!

Liebe Leser von Stefan Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

Die geplante Reform des Wissenschaftsurheberrechts klingt harmlos scheint aber an die ökonomischen Wurzeln der Pressefreiheit zu gehen - nur Quasimonopolverlage können den Angriff von Justizminister Maas überstehen, wenn die Koalition nicht noch wach wird, so zumindest die FAZ vom Samstag. Aber warum soll es der freien Presse besser gehen als der freien Kunst? Wo man mit einem Kuturgutschutzgesetz die Förderer der Kunst so massiv verunsichert,  daß selbst einfachtse Leihanfragen an ausländische Sammler abschlägig beschieden werden und Galerien sich Gedanken machen ihre deutschen Standorte aufzugeben, da kann man doch auch den Verlagen die ökonomischen Grundlagen entziehen. Uns liegt etwas an qualitativ gutem, auch nicht öffentlich-rechtlichem Journalismus - daher hoffen wir auf verbesserungsfreudige Einsichten der Handelnden.

Wie schlecht es den Verlagen jetzt schon geht beweist eine ganzseitige Anzeige in der ART vom Juni: Das zum Gruner und Jahr Imperium gehörende Monatsblatt akzeptiert für 16.200,00 EUR eine von der Zeitkunst - gehört zum Zeit-Kunstverlag - geförderte Ausstellung des mediokren Kompilators und veruteilten Betrügers an der Kunstgeschichte Beltracchi der Galerie Lilian Andree die zeitgleich zur Art Basel in Riehen gezeigt wird. Gehts noch?

Italien hat Gesetze, die müssten eigentlich die EU Kommission auf den Plan rufen: in einem Gesetz von 2001 ist geregelt, daß Ausländer sich zwar bewerben aber keine Spitzenposten direkter oder indirekter öffentlicher Macht erhalten dürfen. Offensichtlich bekleidet der Direktor des Palazzo Ducale in Mantua einen Spitzenposten öffentlicher Macht - ein Verwaltungsgericht in Latium hat den sehr erfolgreichen Österreicher Peter Assmann abberufen. Geklagt hatte Giovanna Strozzi, die im Verfahren unterlegene Kandidatin. Offensichtlich ist die Position in Mantua mit höherer öffentlicher Macht ausgestattet, als die Direktion der Uffizien in Florenz, die Eike Schmidt aus Deutschland bekleidet, denn der durfte seine Aufgabe behalten.

Der Münchner Polizei ist der große Coup gelungen. Sie hat einen Einbrecherclan von ca. 500 Personen aus Kroatien ausfindig gemacht, vom dem Kroaten nicht sagen würden das das Kroaten sind, denn sie gehören der Minderheit der Roma an. 20% aller Einbrüche in Deutschland sollen auf deren Konto gehen - das sind mehr als 20.000 in einem Jahr nach Polizeistatistik. Junge Frauen begehen die Einbrüche und stehlen Geld, Schmuck und Uhren - kurz alles was sich leicht zu Geld machen läßt und leicht zu transportieren ist. Die Eltern bilden das logistische Netzwerk und die Großeltern halten die Hand auf. Da funktioniert das innerfamiliäre Sozialsystem noch. Die Versicherungswirtschaft hat allerdings 420.000 Einbrüche mit einem Durchschnittsschaden von 1.622,00 EUR für 2015 ermittelt. Dann wären 20% davon 84.000 Einbrüche, von denen offensichtlich nur ein kleiner Teil in die polizeilichen Ermittlungen einfließt. Legt man mal nur den Durchschnittschaden zu Grunde kommt man auf über 136.000.000,00 EUR Gesamtschaden, der durch diese Gruppe verursacht sein könnte. Bei drei Einbrüchen am Tag müssten 140 Personen 200 Tage im Jahr ihrem Tagwerk nachgehen. Da kann man sogar Urlaub planen. Bei einer so überschaubaren Täteranzahl müsste sich doch ein gigantisches Sozialisierungsprogramm entwickeln lassen. 272.000 EUR stünden pro Person und Jahr zur Verfügung, wenn man die Schadenentlastung nicht über Beitragssenkungen an die Kunden zurückgibt.

Am 3. Juni eröffnet in Weilburg an der Lahn das von Antje Helbig und Joachim Legner gegründete Rosenhang-Museum in einer ehemaligen Brauerei. Schwerpunkt der Sammlungstätigkeit bilden neben den großen wie Gerhard Richter und Markus Lüpertz die Künstler der Region. Wenn man den Radius weit genug zieht gehören Frankfurt und Köln dazu. Mitinitiator war Michael Schultz, der ausser in Berlin noch in Seoul und Beijing eine Galerie unterhält. 

Eine Woche voller frühsommerlicher Anregungen wünscht Ihnen

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH