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Newsletter 4. KW 2019

Die 269. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

Wozu Pressekonferenzen doch gut sind: Erst vermeldet Giovanni Liverani, der CEO der Generali Gruppe in Deutschland für 2018 ein Rekordergebnis und dann verkündet er die kurz bevorstehende Gründung eines Kunstversicherers der Gruppe, der AXA und Hiscox weltweit Konkurrenz machen soll. Das Ganze soll als Global Business Unit funktionieren, bei der die Ländergesellschaften die Risiken zeichnen und einen großen Teil in die Rückversicherung nach Italien zur Muttergesellschaft geben. Bisher ist die Generali nicht als starker Industrieversicherer in Deutschland aufgefallen - Tochtergesellschaften wie die Aachen-Münchener haben sich vor Jahren komplett aus dem Geschäft zurückgezogen - , insofern wundert es, dass gerade dieser Riese sich für extrem volatiles Geschäft mit minimalen return on capital employed Margen interessiert. Warum sollen in einem verteilten Markt Kunden zu einem Neuling wechseln? Ob ausser Me Too und einer agressiven Preispolitik andere Ansätze sichtbar werden wird die Konkretisierung zeigen. Andere Marktteilnehmer z.B. aus Österreich oder der Schweiz haben da ihre Erfahrungen machen müssen und mühen sich als qualitativ hochstehende Risikoträger wahrgenommen zu werden. Für die meisten Kunden besteht Versicherung aus niedrigem Preis, weil sie die Leistung hinter dem Versprechen nicht erkennen. Und die Branche insgesamt (also auch wir) muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass es ihr nicht wirklich gelingt andere Kriterien als den Preis in den Fokus der Kundenentscheidung zu rücken. Angeblich können wir nur billig - auch das!

Eine Messe weniger - die Art Stage Singapur, letztes Jahr noch Teil einer Markterkundung des BVDG mit dem BMWI, hat überraschend 9 Tage vor Beginn den angemeldeten Galerien abgesagt. Die müssen jetzt befürchten nicht einmal ihre Standmieten zurückzubekommen. Offizieller Grund: Konkurrenz durch eine kleine Messe in den Gilman Barracks. Das klingt nicht plausibel, denn je breiter das Spektrum desto größer die Neugier auf Unterschiede. Siehe Miami, da sind 19 Kunstmessen Anfang Dezember parallel unterwegs. Möglicherweise störten den Veranstalter der Art Stage Forderungen von Dienstleistern, die auf ihr Geld warteten. Aber das sind alles nur Gerüchte.

Manche haben 2, andere 3 nur die Kunstversteigerer haben einen Verband in Deutschland, der ihre berufsständischen Interessen vertritt. Das ist übrigens ähnlich bei den Spediteuren und Frachtführern mit DSLV, BVL, BWVL, BVT, BGL ... und da kommt trotz ca. 700.000 Arbeitsplätzen mit gesplitterter Pace bei den politisch Verantwortlichen nicht die geballte Ladung an. Jetzt gibt es die Interessengemeinschaft Deutscher Kunsthandel dem sich folgende Verbände angeschlossen haben: Bundesverband des deutschen Münzenfachhandels; Verband der deutschen Münzenhändler; Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler; Kunsthändlerverband Deutschland; Verband Deutscher Antiquare und der Bundesverband Deutscher Kunstversteigerer. Kulturpolitische Sprecherin ist Dr. Christina Berking aus Hamburg. Sie wird beim nächsten Kölner Kunstversicherungsgespräch am 12. April 2019 auch auf dem Podium sitzen. Sie sind herzlich eingeladen sich anzumelden über info[at]zilkensfineart.com .

Wer die Macht hat, bestimmt oder wer zahlt, schafft an. Nach dieser Art verfährt einem Artikel der Süddeutschen folgend seit Jahren die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. So auch bei der jetzt erfolgten Evaluierung des KGSG (für neue Leser[m/w]: Kulturgutschutzgesetz). Man lässt einfach weg, was zu anderen Erkenntnissen führen könnte. So hat die Interessengemeinschaft Deutscher Kunsthandel darauf verwiesen, dass durch das Gesetz im Wesentlichen die Bürokratie gestärkt wurde.

In dieser Woche findet in Bern zum ersten Mal die Cultura Suisse statt, das ist die Schweizer Ausgabe der Exponatec, also der Messe für komplementäre Angebote und Dienstleistungen für Sammler, Museen und Galerien.

Theresa May stellt ihren Plan B heute vor - so ist der Plan. Und dann wissen wir irgendwann, ob das Thema des Kunstversicherungsgesprächs noch geändert werden muss oder tatsächlich: "Brexit, 14 Tage danach" lautet.

Eine Woche voller Geduld und angenehmer Erlebnisse wünscht Ihnen

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg