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Newsletter 10.KW 2019

Die 275. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

zwischen Mainz und Düsseldorf herrscht Stillstand der Rechtspflege - Rosenmontag! Allerdings betreibt man besonderes Risikomanagement: Die Pferde in den Umzügen bleiben wegen Sturmwarnung zu Hause! Die Narren dürfen sich der Gefahr herabfallender Dachziegel aussetzen. Zur Not haben Hausbesitzer ja eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht und wenn es die nicht tut, gibt es die private Unfallversicherung. Arbeitsunfälle dürften nur die Sanitäter im Einsatz anmelden. Morgen ist dann noch der fette Dienstag (Mardi Gras), shrove Tuesday oder einfach Veilchendienstag, was nichts mit der im Karneval allgemein alkoholbedingt gesteigerten Agressivität zu tun hat, wo das Recht in anderen Gegenden Europas eher nachlässig gepflegt wird, um dann vom Aschermittwoch gefolgt zu werden, der einem in vernunft- und traditionsgeprägten Landesteilen die Gewissheit gibt bis zum 11. im 11. von Pflichtfrohsinn befreit zu sein. Einzelne Unvernunftshochburgen freuen sich über die laut Trump nicht existierende Klimaveränderung und bereiten so was wie "Jeck im Sunnesching" vor. Das hat zwar nichts mit heidnisch-christlichen Karnevalsbräuchen zu tun - gesoffen wird trotzdem und die zusätzlichen Umsatzsteuern stören den Haushaltsfrieden auch nicht.

David Zwirner hat gemeinsam mit dem Sammler Peter Hort, den wegen der abgesagten Volta gestrandeten Galerien eine Ausstellungsmöglichkeit parallel zur Armory Show geboten. Eine mehr als noble Geste - zeigt einer der Big Five doch mehr als Interesse an einem sich breit entwickelnden Kunstmarkt. Mehr dazu bei Kobel.

Zwei renommierte Galerien schließen die Pforten: In New York Mary Boone - die vor Urzeiten auch mal mit Michael Werner liiert war - wegen steuerlicher Vergehen und Bernheimer Junior in Paris, weil - ja warum eigentlich?

Kuriosum am Rande. Da vergisst jemand eine Picasso Vase in der Bahn. Also lässt er mindestens einen 10.000 EURO Schein liegen. Versicherungstechnisch spannend. Die in der Kunst und Transportversicherung übliche Allgefahrendeckung müsste dem Grunde nach zunächst einmal leisten, wenn nicht grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Sofern der Eigentümer und Versicherungsnehmer selbst transportiert hat, hat er die Vase nicht unter ständiger Aufsicht - das reicht für manchen Versicherer sich zu sperren. Kommen dann noch alte Bedingungen hinzu ist der Transport von Kunstgegenständen in der Bahn ausgeschlossen. Da sind wir jetzt bei der Frage des geeigneten Transportmittels oder der Verpackung sofern der Transporteur ein Dritter (m/w) im Auftrag war... Und Sie meinen immer noch Sie könnten Ihre Versicherungsfragen ohne Makler regeln?

Die gewaltige Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst hätte in der freien Wirtschaft den Abbau von ca. 100.000 Arbeitsplätzen zur Folge, um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zumindest auf gleichem Niveau zu halten. Das Ergebnis, was da zwei Verdi Mitglieder ausgehandelt haben, der Berliner Senator Kollatz und Bsirske von Slitherin, wird aber von uns allen über Steuern getragen. Schade, dass die Parteien auch hier Klientelpolitik betreiben anstatt in schlankere Verwaltungsstrukturen mit automatisierten Prozessen zu investieren.

Frankreichs und Italiens Kulturminister haben sich getroffen, um Spannungen abzubauen. Die von Macron angestossene Debatte, um die angeblich unrechtmäßig in Museen weilenden Kunstgegenstände hatte einige Politiker in Italien motiviert darüber nachzudenken, was als nationales Kulturgut wieder heimgeführt werden könnte. Die Mona Lisa zum Beispiel (nur die reist nicht mehr) oder so manchen Raffael, den man mal nach einer Ausleihe in Italiens Museen behalten könnte. Die Spannungen sind jetzt geringer - die Meisterwerke können reisen und sollen auch wieder zurückkommen. Beschlagnahme wäre auch nicht versichert.

Die Verhältnisse in Sachen Brexit werden nicht klarer - vermutlich läuft alles auf Verschiebung raus, was dazu führt, dass wir das Thema des nächsten Kölner Kunstversicherungsgespräches am 12. April um 10.00 Uhr im Europasaal weiter fassen: "Kunstmarkt ohne Grenzen?" diskutieren die Experten auf dem Podium unter Leitung von Peter Grabowski auch mit dem anwesenden Publikum. Anmeldungen nehmen wir gerne unter info[at]zilkensfineart.com entgegen.

Wir wünschen Allen eine Woche inspirierender Heiterkeit

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg