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Newsletter 11. KW 2019

Die 276. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

Aus New York gibt es bei Kobel einiges zu lesen und noch mehr.

Theresa May möchte es in dieser Woche noch einmal wissen - wir und viele andere Europäer übrigens auch. Allerdings fragt sich, ob wir am Donnerstag Klarheit über den BREXIT haben werden. Alles riecht nach Verlängerung, an deren Ende, anders als beim sudden death, voraussichtlich auch keine Klarheit darüber herrscht, was unsere Freunde auf der Insel wirklich wollen. Es ist deshalb Zeit das Thema des nächsten Kunstversicherungsgesprächs am 12.4. um 10.00 Uhr im Europasaal der Kölner Messe an die Situation anzupassen:

Art Bozen Montevideo? Globaler Ritt auf schmalem Grat? Die Grenzen des Kunstmarkts?! Es ist wie bei der Formel 1 und im Tennis: Die große Show zieht in immer dichterer Terminfolge um die Welt. Köln, Basel, London und Miami sind zwar weiter wichtig, doch Hong-Kong, Abu Dhabi, Singapur und São Paulo kann man eben nicht mehr auslassen. Galerien und Auktionshäuser sind dabei zu Maklern von Renditeobjekten für postindustrielle Anleger geworden: Kunstkauf ist Investment! Die einen wollen ihren Gewinn in Dollar, Euro oder Yuan, die anderen in medialer Aufmerksamkeit oder durch Aufnahme in den globalen Club der Superreichen. Der Kunsthandel muss dazu in immer kürzeren Abständen an immer neuen Orten mit immer neuen Attraktionen immer neues Begehren wecken. Die Einsätze sind hoch, der Erfolg ziemlich unsicher: Wer kann (sich) das leisten - und wie lange geht es noch gut? Welche Risiken trägt dabei die Versicherungswirtschaft und haben geopolitische Veränderungen Einfluss auf die Entwicklung? - das sind die Themen und Thesen, die wir mit den Experten und Ihnen diskutieren wollen. Melden Sie sich bitte unter info[at]zilkensfineart.com an.

Daneben stehen dann Einschränkungen, wie sie Gesetzgeber durch Kulturgutschutz erlassen. Manche Begründung, wie die gerne bei Politikern und Krimiautoren verwendete Behauptung der Geldwäsche im Kunsthandel zerlegt sich durch Fakten. So hat die Weltzollunion einen Bericht zum illegalen Handel veröffentlicht bei dem Kunst keine Rolle spielt. Fast 50% entfallen auf Drogen, 0,2% auf Kulturgüter im weitesten Sinne. Mehr dazu in der Münzwoche.

Kuratorenkollektive (m/w) sind jetzt in: Nach der Dokumenta in Kassel kommt jetzt das nächste Team an die Reihe: What, How & for Whom wird die Kunsthalle in Wien leiten. Mal sehen, ob die Drei Frauen aus Zagreb auf den Gendersprech verzichten können, der viele Sprachbegeisterte zur Verzweiflung treibt. A Propos: der Swiss Re - vormals Schweizer Rück - ist jetzt eingefallen nach Innen korrektes Gendersprech zu verordnen. Jetzt muss man sich als Nicht- Betriebsangehöriges fast diskriminiert vorkommen. Warum gibt es die Gendersprechdebatte nicht in romanisch-sprachigen Ländern? Oder haben wir da etwas nicht mitbekommen?

In Zürich bahnt sich bei der Helvetia eine neu zu besetzende Stelle in der Kunstversicherung an. Dr. Thomas Steinruck wird die Gesellschaft verlassen, um bei einem anderen Versicherer sein Wissen einzubringen. Es gibt nur wenige, die die Energie hatten neben der vollen Berufstätigkeit zu promovieren.

In dieser Woche öffnet die TEFAF ihre Tore. Ab Samstag kann dann jeder rein und sehen wozu der europäische Kunsthandel in der Lage ist. Rechtzeitig davor ist der Art Market Report von Claire McAndrew in Zusammenarbeit mit Art Basel und UBS erschienen. Ein paar Highlights lassen Europa, mit Ausnahme von England, weniger gut aussehen. Der Gesamtumsatz des Kunsthandels weltweit ist 2018 um 6% gestiegen auf 67,4 Mrd. USD. 84% entfallen auf die drei größten Märkte USA (44%), England (21%) und China (19%). In Europa stellt Frankreich immer noch die größten Umsätze im Kunsthandel. In Europas stärkster Volkswirtschaft, Deutschland, gingen die Umsätze leicht zurück. Details auf 408 Seiten des Berichts.

Wir wünschen Allen eine Woche voller Optimismus und den Schadenregulierern ('Tschuldigung: Schadenregulierenden) nach den Sturmtagen und -nächten klare Bedingungen als Grundlage ihrer (puh das geht noch) Arbeit.

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg