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Newsletter 30. KW 2019

Die 294. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

Europa bekommt eine deutsche Kommissionspräsidentin allen Versuchen der Grünen und der deutschen Sozialdemokratie das zu verhindern zum Trotz. Mal sehen ob Europa für die in der Gemeinschaft lebenden Nationalstaatler wieder attraktiver wird.

Haben Sie schon mal von Steinau an der Straße gehört? (Steyna an der strasze gegin Fulde (1339)) Da gibt es seit 1998 ein Gebrüder Grimm Museum in dem Haus in dem die Märchensammler ihre Kindheit verbrachten. Steinau mit ca. 10.500 Einwohnern leistet sich auch ein zweites Museum. Beide scheinen gar nicht so erfolglos zu sein, immerhin kommt jährlich mehr als die Einwohnerzahl des Ortes als Besucher in die Häuser. - eine Quote, die z.B. keines der städtischen Museen in Köln erreicht - vom Louvre und Paris ganz zu schweigen. Steinau hat noch mehr Besonderheiten: Einen parteilosen Bürgermeister mit etwas schrägem Humor, seit 2016 an Stelle der CDU eine Gruppe BGM (Bürger gestalten mit) im Rat neben einer weiteren unabhängigen Gruppierung. Lediglich die SPD als bundesweit agierende Kraft ist auch noch vertreten, aber das wundert nicht in Hessen. Der Stadtrat möchte gerne, dass die Museen kostendeckend arbeiten und hat daher den Werbeetat für die Museen auf 2.800 EUR beschränkt, das sind 0,25 € pro Einwohner und Jahr. Aufmerksamkeit erregt man mit solchen Zahlen nur in Schilda, dem Ursprung der Bürgerstreiche. Leider kein Märchen.

Facebook scheint eine gut funktionierende Plattform zu sein, um den illegalen Handel mit Antiken aus Syrien und anderen Ländern der arabischen Welt zu organisieren hat eine Gruppe, die sich Atharproject nennt, herausgefunden. Teilweise wird Kulturraub auf Bestellung angeboten. Europa und der Kunsthandel stehen hier wieder nicht im Fokus. Die Server von Facebook stehen in USA. Der ganze Bericht ist hier einsehbar.

Urheberrecht funktioniert auch international durfte Ai Wei Wei jetzt erfahren. Ein Gericht in Dänemark verurteilte einen VW Händler, weil er ein Werk des Künstlers ohne dessen Erlaubnis für Werbezwecke genutzt hatte.

Die Generali hatte ja Anfang des Jahres verkündet ins Kunstversicherungsgeschäft einzusteigen. Jetzt lichtet sich der Nebel ein bisschen. Dirk Pörs (u.a Biologiestudium in St. Petersburg 1988 - 1991) soll ab 1.10. 2019 ins Kunstteam und dort die Schadenkompetenz der Gesellschaft mit aufbauen. Zeichnungspolitik, Underwriting, Risikoappetit - weiter alles im Nebel.

Der BGH hat ein Urteil des Landgerichts Nürnberg aufgehoben, dass einem Autohändler Eigentum an zwei Gemälden von Hans Purrmann durch Ersitzung zugesprochen hatte. Zwar gebe es für die »Ersitzung« keine generelle Pflicht für Laien, Nachforschungen beim Erwerb eines Kunstwerkes anzustellen. Der Käufer könne aber bösgläubig sein, wenn er Umstände unbeachtet lasse, die seinen Verdacht erregen mussten. Damit wären wir bei der Title Insurance - also der Versicherung, die die Eigentumsrechte an Kunstgegenständen versichert und im Streitfall für die Prozesskosten bis hin zur Erstattung des ursprünglichen Kaufpreises aufkommt. Nähere Informationen erhalten Sie bei uns.

Die FAZ vom Samstag berichtete im Finanzteil breit über das geplante Geldwäschegesetz, dass dem Kunsthandel zu schaffen machen wird. Am 29.8. bieten wir gemeinsam mit der Rechtsanwaltskanzlei DTB eine Informationsveranstaltung zum Thema in Köln an. Interessenten melden sich bitte bei uns. Wir haben noch ein paar Plätze frei.

Alle sind weg - und trotzdem kein Sommerloch? Allen eine erfreuliche und beschwingte Woche trotz angekündigter Hitzewelle.

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg