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Newsletter 31. KW 2019

Die 295. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

einige hatten den Eindruck, dass die letzten beiden Kunstwochen von Stefan Kobel Rückblicke auf das erste Halbjahr waren. Stimmt - aber ab heute gibt es wieder Frisches und davon eine ganze Menge.

Viele Galerien haben in den nächsten beiden Wochen geschlossen. Wenige haben die heissen Tage für kreative Öffnungszeiten genutzt - Abends nach der schlimmsten Hitze.

90.000 Tories haben entschieden, daß Boris Johnson auf Theresa May folgt. Versöhnende Töne in einem gespaltenen Land sind von ihm nicht zu hören - nur lautes Gepolter was ein bisschen nach Großmannssucht klingt. Still hingegen vollzieht sich ein Politikwechsel bei den Lloyd's Syndikaten, die Kunstversicherungen zeichnen. Kapazitäten dürften deutlich teurer werden. Ausschreibungen, die als einziges Zuschlagskriterium nur den Preis kennen, werden mit einer Verdoppelung der Raten bedacht. Man möchte vom Image des billigen Alleskönners weg und auch mal wieder Geld mit dem eigentlichen Geschäft verdienen. Da der Englische Markt ca. 70 - 80% der erforderlichen Rückversicherungskapazitäten zur Verfügung stellt, scheint es absehrbar, bis auch hier in der DACH Region die Preise für Kapazitätsrisiken, wie es große Kunstausstellungen sind, steigen. 500.000.000,00 EURO Versicherungssumme mit weltweiten Transporten und für drei Monate für weniger als 100.000,00 EURO anzubieten deckt nicht einmal die Kapitalkosten und für Schäden sollte ja eigentlich auch noch eine Reserve bleiben ... .

Wenn Sie bisher nicht wussten, warum Sie nach Norwegen, genauer nach Oslo reisen müssen, gibt Ihnen die dortige Regierung bis September einen guten Grund: Ein großes Picassorelief wird mit dem Abriss des Y-Blocks im Regierungsviertel fallen. Es hat nichts genützt, dass das Objekt auf der Liste der 14 am meisten gefährdeten Objekte kulturellen Erbes in Europa stand. Die Skulpturen von Gustav Vigeland dürfen die Norweger weiter erfreuen. Sie sind ja auch nicht Kunst am Bau.

Patrick Drahi, der mal eben Sotheby's kaufen und von der Börse nehmen wollte muss wohl noch ein bisschen warten, weil einige Aktionäre Protest eingelegt haben. Irgendein Gremium soll nicht ausreichend informiert haben - ob das die D & O Versicherer beschäftigen wird ziegt sich anschließend.

Einen angenehmen Start in die Woche wünscht

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg