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Newsletter 38. KW 2019

Die 302. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

am Donnerstag eröffnete die Art Berlin 2019 in den Hangars des ehemaligen Stadtflughafens Tempelhof. Insgesamt 110 Aussteller bieten dem mehrheitlich deutschen Publikum ein interessantes und internationales Programm. Neben den Größen wie Sprüth Magers und Johann König, die mit Ihrem Programm zu den Highlights zählen, nutzte auch Bärbel Grässlin die Gelegenheit, um mit ihrer Frankfurter Zweitgalerie namens Filiale ihr ganz junges Programm zu präsentieren. Es entsteht eine gutes Zusammenspiel aus neuen, jungen Positionen sowie etablierten musealen Künstlern. Ein ausführlicher Bericht dazu bei Kobels Kunstwoche.

Ebenso die Positions öffnete im Hangar 4 Ihre Tore in Tempelhof. Ein Konzept, welches großen Anklang findet – sowohl bei etablierten Galerie wie Kunkel Fine Art und Judith Andreae als auch jungen Galerien. Insgesamt eine gut konzipierte und erfolgreiche Alternative (neben Basel und Berlin nun auch in Frankfurt zu Gast) zu den anderen Messen – die durch das moderate Preisniveau grade für eine junge Sammlergeneration anziehend ist.

In Montpellier hat das „Hotel des Collections“ seine Pforten geöffnet – ein Museum, das auf knapp 3.000 m² neben Unternehmenssammlungen vorwiegend Privatsammlungen zeigt– vornehmlich solche, die zuvor noch nicht öffentlich zugänglich waren. In Deutschland wäre ein solches Museum auf Grund des Kulturgutschutzgesetzes kaum mehr möglich, muss hier der Eigentümer des auszuleihenden Kunstwerkes persönlich entscheiden, ob das Kunstobjekt temporär nationales Kulturgut und damit unter das KGSG genommen wird oder nicht.
Viele private Leihgeber legen Wert Diskretion und Anonymität. Öffentliche Sammlungen sind allerdings mit den neuen KGSG dazu verpflichtet Leihverträge, in denen nun die Privatsammler namentlich genannt werden müssen, an die entsprechenden Landesbehörden weiterzuleiten. Kommt nun die geplante Vermögenssteuer, können die Finanzämter einfach bei den Landesbehörden Einsicht in die Leihverträge erbitten und anschließend die Vermögenssteuer bei den Sammlern einstreichen.
Durch sinkende Etats und steigende Preise auf dem Kunstmarkt sind Museen immer häufiger auf private Leihgaben angewiesen, um Ihre Ausstellungen zu realisieren. Das KGSG und die geplante Vermögenssteuer lassen den Anreiz private Leihgaben zur Verfügung zu stellen, sinken. Letztlich sollte man im Blick behalten, dass private Sammler durch die Verleihung und das öffentliche Zugänglichmachen Ihrer Werke einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Kulturaustausch und Kulturbewahrung leisten.

In Italien wurden der Künstler Lino Frongia und der französische Kunstsammler und –händler Guiliani Ruffini verhaftet. Beide stehen im Verdacht, Alte Meister wie Frans Hals, Lucas Cranach d. Ä. oder Pamigianino gefälscht und verkauft zu haben. Ein Nachahmer von Beltracchi? 2016 wurde in Aix die „Venus“ von Lucas Cranach d. Ä. aus der Sammlung des Hauses Liechtenstein, die im Caumont Centre d’Art gezeigt wurde, als Fälschung entlarvt. Das Bild war bei Ruffini gekauft worden. Im selben Jahr wurde ein vermeintliches El Greco Gemälde in Treviso beschlagnahmt, das aus der Hand von Frongia stammen soll. Dieser wurde bereits 2008 beschuldigt, "Volto di Christo" von Correggio gefälscht zu haben. Letzteres wurde von Ruffini an die Correggio Foundation verkauft. Eine Authenticity / forgery insurance könnte hier das Risiko der Echtheit und Zuschreibung eines Werkes versichern. Vielleicht erfährt dieses noch recht neue Produkt auf dem Versicherungsmarkt bald mehr Nachfrage.

Ein weiterer kurioser Versicherungsfall hält die britischen Ermittler in Atem: Die berühmte goldene Toilette von Maurizio Cattelan ist aus Blenheim Palace gestohlen worden – neben dem Verlust des Kunstwerkes, welches hoffentlich adäquat versichert war, entstand durch den Diebstahl auch ein erheblicher Wasserschaden, als die Täter das Objekt aus der Wand rissen.

Nicht zu vergessen ist die Wiederwahl des Präsidiums des Bundesverbandes Deutscher Kunstversteigerer e.V. mit Dr. Rupert Keim, David Bassenge und Dr. Kilian Jay von Seldeneck. Wir wünschen eine  erfolgreiche Amtszeit.

Einen schwungvollen Start in die Woche wünscht Ihnen

Ihr Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg