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Newsletter 30. KW 2020

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Unser Newsletter und Kobels Kunstwoche sind online. Die 346. von allen!

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

erlauben Sie ein bisschen Lokalpatriotismus vor dem ganzen Rest - und es hat nichts mit Versicherung zu tun. Die Frieze London ist abgesagt und kein Mensch glaubt, dass im Dezember die Kunstmessen in Miami und Miami Beach stattfinden werden. Zu groß sind die Neuinfektionen dort und zu gering die Flugbereitschaft in die Staaten. Die virtuellen Räume sind auch nur bedingt geeignet - da fehlt das Klima, das Flair und der Austausch. Die Art Cologne ist immerhin die älteste Messe zeitgenössischer Kunst. Sie könnte im November ein wunderbares Zeichen setzen. Köln verfügt über 12 Messehallen. Kunst soll in der muffigen Halle 11 stattfinden - mit Sicherheitskonzept, Abstandsregeln und zugeteilten Zeitfenstern für Besucher. Wenn Hein Stühnke, Rudolf Zwirner, Alfred Schmela und Co. 1967 so zaghaft an die Sache rangegangen wären würden sich möglicherweise sehr viel weniger Menschen für Pop Art interessieren. Der Chef der Kölner Messe und der Chef der Art Cologne, Daniel Hug (dem wir den Wiederaufstieg der Messe zu verdanken haben) weilen im Urlaub statt sich der Riesenchance zu widmen mit Hilfe des kreativen Potentials der Stadt die Messehallen x - y fit für die Art Cologne zu machen, mit atmosphärisch gut gestalteten Gängen, Luft, Licht, großen Ständen in denen Abstandsregeln gewahrt werden (Gagosian und Zwirner (jetzt ist David gemeint) in Halle 5) und Flanieren zwischen Kunst anregend für Kauf und Reflexion ist. Geld wird die Messegesellschaft in diesem Geschäftsjahr nicht verdienen, deshalb sollte man auch nicht kurzsichtig orientiert sein - aber ein großzügiger Rahmen mit Sicherheitsgefühl bringt auch Menschen aus ferneren Ecken der Welt - Das wär doch was: Köln kann auch Zukunft und nicht nur Karneval.

Und wir planen die nächste Ausgabe des Kölner Kunstversicherungsgesprächs am 20. November 2020 zum Thema Staatshaftung. Maskentragen wird dort Pflicht sein - alle, die das nicht wollen können den Termin bei sich schon einmal aus dem Kalender streichen. Auf dem Podium wird reichlich Platz sein, sodass dort auf Masken verzichtet werden kann. Überhaupt - Masken - es gibt eine neue Ausgabe von Kunst im Büro.

Margereth Brehmeier, eine der großen Stützen im Innendienst der AXAXL Kunstabteilung in Hamburg ist stickum in Ruhestand gegangen - also sagen wir herzlich danke für die gute Zusammenarbeit von hier aus. Kamutay Karaman hat die Gesellschaft ebenfalls verlassen - allerdings mit unbekanntem Ziel. Wir werden sicher wieder von ihm hören.

Die ganze Nacht haben sie wieder gerungen - die Rechtsfernen (Ungarn und Polen), die fröhlichen Prasser (Italien, Frankreich), die angeblich Geizigen (Holland, Österreich, Schweden, Dänemark und Finnland), die Zahlungswilligen (Deutschland) und die, die sonst noch zur EU gehören. Im Ergebnis steht noch nichts, ausser  dass einer Mehrheit, wohl des billigen Geldes wegen, Rechtsstaatlichkeit herzlich egal ist. Es geht um gute Photos - aber das reicht nicht für ein starkes Europa. In der Wirtschaft würde man jetzt Gesundschrumpfen überlegen - oder, bei Heuschrecken sehr beliebt, Zerschlagung und die profitablen Teile teuer verkaufen.

Auch keine angenehme Vision für Europa - bleiben wir optimistisch nichts wird in naher Zukunft so sein.

Geniessen Sie Ihren Urlaub, so Sie noch welchen haben und bleiben uns gewogen.

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg