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Newsletter 48. KW 2019

Die 312. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

in 4 Wochen und 2 Tagen ist Heiligabend. In Deutschland bot die COFA, zu der über 20.000 Besucher kamen, noch einmal Gelegenheit sich um besonders anregende Weihnachtsgeschenke zu kümmern. In der kommenden Woche ist dann in Miami mit 18 parallelen Kunstmessen Weihnachtsschlussverkauf. 

Auf der EXPONATEC, die zur gleichen Zeit wie die COFAD in Köln stattfand gab es aus allen Bereichen der zum Ausstellungswesen komplementären Dienstleister Intressantes zu sehen. So bringt Hasenkamp eine neue Transportkiste auf den Markt, die in mehrer Hinsicht die Kunstlogistik verändert: Die Klimakiste benötigt keine Akklimatisierungszeit am Zielort, sie hat 50% weniger Gewicht und besteht zu 98% aus wiederverwertbaren Materialien und das unter Beibehaltung höchster Anforderungen an den Schutz des darin transportierten Kulturgutes.

Hongkong hat gewählt: in 17 von 18 Distrikträten haben die Vertreter der Demokratiebewegung zukünftig die Mehrheit. 71,2 % der Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben. Die schweigende Mehrheit hat gesprochen. Auf die Reaktionen Pekings darf man jetzt gespannt sein.

Die wenigsten Langnasen reisen außerhalb der großen Städte durch das Riesenreich der Mitte. Aber selbst da gibt es keine Mopeds mehr - Sie wurden durch Elektrozweiräder ersetzt, die wie eine Kreuzung aus Kreidler und Vespa anmuten. Fahrräder gibt es fast nur noch auf Leihbasis. Züge sehen aus wie ICEs nur fahren sie schneller und auch noch pünktlich - 3 Stunden für 620 KM zwischen Jingdezhen und Hangzhou. Museen spriessen aus dem Boden und werden mit ausreichendem wissenschaftlichen Personal ausgestattet. Das Nationalmuseum von Guangzhou (früher als Kanton bekannt) z.B. hat bei einem Bestand, der nicht viel größer ist, als der von Deutschlands einzigem Museum für ostasiatische Kunst in Köln mehr als 30 wissenschaftliche Kräfte, die sich um die Pflege und Entwicklung der Sammlung kümmern. Köln leistet sich für eines seiner Flaggschiffe gerade mal 1,3 wissenschaftliche MAK (Mitarbeiterkapazitäten) und wundert sich, dass man den Schatz kaum kennt. Überhaupt sollten Kölner sich nicht der rapiden Veränderung des Riesenreiches mit 1,4 Milliarden Menschen durch Inaugenscheinnahme aussetzen: Sie würden sonst zu schmerzlich merken, dass ihre Realität mehr mit Schilda als mit einem funktionierenden Gemeinwesen zu tun hat. Ein Beispiel: Erweiterung des Wallraf-Richartz Museums. 2001 Verpflichtung zur Unterbringung der Sammlung Corboud eine Vergrößerung der Ausstellungsfläche zu bauen. 2013 (bloss 12 Jahre später) Prämierung des Siegerentwurfs von Christ & Gantenbein. 2019 endgültiger Fahrplan zur Errichtung. 2020 soll der Rat dann entscheiden, 2021 sollen die Ausschreibungen erfolgen, 2022 kann dann die Vergabe der Aufträge erfolgen, 2023 soll mit dem Bau begonnen werden und 2025 soll er fertig sein. Immerhin 24 Jahre nach der Zusage. Und leider ist das nur ein Pars pro Toto, was sich auf die ganze Bundesrepublik übertragen lässt. Bei solchen Abläufen muss sich keiner mehr wundern, wenn man good old Germany von ausserhalb als Zoo für Fortschrittsgroteske ansieht und nicht mehr ernst nimmt.

Der Bundesverband Deutscher Galerien hat seinen Ehrenkodex überarbeitet und bei der Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet. Bleibt zu hoffen, dass das auch von dem Kunsthandel skeptisch eingestellten Politikern (m/w/d) wahrgenommen wird.

Einern schwungvollen Start in die Woche wünscht Ihnen

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg