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Newsletter 1. KW 2020

Die 317. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

2019 ist noch nicht mal richtig am Ende, da schreibt der Kalender schon von der 1. KW 2020. Letztes Jahr um diese Zeit wussten wir schon, wer beim Kölner Kunstversicherungsgespräch im April auf dem Podium sitzen wird. Diesmal haben wir das Thema schon am 12. April 2019 für den 24. April 2020 verkündet: Staatshaftung - und wie zu erwarten wird es spannend, wer sich öffentlich zu dem Thema äussern will - gerade auch nach dem Raub in Dresden halten sich alle mit Meinungen zurück. Wir sind zuversichelich, dass wir anders als 2019 das Thema 2020 nicht wechseln müssen. Anmeldungen, wie immer, unter info[at]zilkensfineart.com werden jetzt schon entgegen genommen.

Was war 2019 so los? (Vorsicht- sehr subjektive Auswahl): Art Stage Singapore abgesagt; Brexit verschoben auf Januar 2020; Arte Generali angekündigt Januar 2019 Produktionsstart Janaur 2020, dann aber richtig; Flybyme Insolvenz wegen Brexit; Volta New York abgesagt; Novellierung des KGSG verschoben; Notre Dame abgebrannt; Biennale Venedig auch bei Aqua Alta und das nicht zu knapp; Regierungskrise und anschließend Neuwahlen in Österreich; Hans Grothe, Artur Brauner, Eberhard Havekost, Monique Barbier-Mueller, Panamarenko gestorben; Drahi übernimmt Sotheby's und mittlerweile ist ein Großteil der Führungsmannschaft von Bord; Wahlen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zeigen einen merkwürdigen Seelenzustand im Osten; Baselitz wird Mitglied der Akademie der Künste in Paris; Diebstahl aus dem grünen Gewölbe in Dresden. ...

Etwas schwächelnde Wirtschaft bei Automobil und Maschinenbau. Es geht eine merkwürdige Stimmung um: Für nuanciertes Betrachten ist wohl keine Zeit mehr meinen die, die nur noch auf Verbote setzen. Auf dem Weg stößt der demokratisch organisierte Wohlfahrtsstaat irgendwann an seine Grenzen.

Und mitten in der Woche beginnen die 20ger des 21. Jahrhunderts. Vor hundert Jahren war der erste Weltkrieg gerade vorbei, das Automobil wurde langsam zu einem Massengefährt, eine Atlantikquerung gelang im Flugzeug 1919 und dauerte 11 Tage (erst 1927 gelang Charles Lindbergh der Überflug Non Stop) und auf der Erde lebten knapp 2 Milliarden Menschen (heute fast 8 Milliarden, was in mancher Debatte gerne vergessen wird).

Heute wollen Einige, dass wir uns schämen, wenn wir fliegen; dass wir kein Fleisch essen; dass wir nur noch regenerative Energien nutzen (aber bitte kein Holz mehr, da wird das ganze CO² wieder frei) und vergessen die Ökobilanz bei der Herstellung von Solarpanels und Windkraftanlagen; möglichst auch nur noch Autos fahren, die klein und elektrisch sind; auf Feuerwerk zu Sylvester verzichten. Es fragt sich ob wir das Jahrzehnt der Monokausalisten schon hinter uns haben oder ob es jetzt erst richtig beginnt? Politisch sind scheinbar Führer gefragt, die einfache Wahrheiten verkünden (Trump, Johnson, Erdogan, Bolsonaro ...) und sich über Minderheitenschutz hinwegsetzen. Wo bleibt die Kunst? Artnet hat viele Storys über das was das ausklingende Jahrzehnt bewegte scheinbar objektiviert aufbereitet nach der Devise die zehn einflussreichsten, teuersten, wichtigsten von irgendwas mit Kunst des letzten Jahrzehnts.

Wie in der Schweiz sollen die Bestände der AXA ART Versicherung AG Deutschland auf die XL Insurance Company SE Irland zum 1.1.2020 verschmolzen werden. Die Aufsichtsbehörden hätten dem schon zugestimmt heisst es. Bisher keinerlei offizielle Information an Makler und Kunden. Offensichtlich scheint der Kunde bei der Altgesellschaft nicht mehr so wichtig zu sein. Juristisch auch zumindest fraglich, ob den Kunden nicht ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt werden müsste. Aufsichtsrechtlich wandern die Dinge ja aus Deutschland nach Irland und trotz Europa könnte es bei Versicherungsnehmern Befindlichkeiten geben. Kein Wunder, dass Dr. Hans- Jürgen Kronauer sein neues Arbeitsjahrzehnt bei der Generali beginnt.

Ihnen allen ein fröhliches Sylvesterfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg