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Newsletter 21. KW 2020

Die 337. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

fünf Monate schaut die Welt jeden Morgen immer noch auf die Entwicklung derselben Zahl: wie viele Neuinfizierte, wo ? Aber Corona verliert seinen Schrecken. Man kann wieder nach Luxembourg fahren - ohne Grenzkontrollen. Das MUDAM freut sich auf Besucher, wie jedes andere Europäische Museum auch. Die Versicherer freuen sich, weil an der Schweizer Grenze Kunsttransporte wieder mit zwei Fahrern passieren dürfen. In den meisten Policen sind zwei Begleitpersonen ab 500.000 EUR Versicherungswert vorgeschrieben, nur das hat keine Regierung zu COVID 19 Zeiten interessiert. Findet der Transport nicht statt? Oder ist es eine Obliegenheitsverletzung im Schadenfall - was ist, wenn der Auftraggeber davon nichts gewusst hat? Und was, wenn der Spediteur den Auftraggeber darüber nicht informiert hat? - Pflichtverletzung? Grobe Fahrlässigkeit? In jedem Fall Fragestellungen für findige Juristen (m/w/d).

Berlin (als Hauptstadt und als Bundesland) kommt in Sachen Kunst und Kultur in diesen Tagen schlecht weg hat Stefan Kobel in mehreren Zeitungen gelesen und für Sie kommentiert. Johann König stellt erzürnt fest, dass öffentliche Stellen in Berlin, wenn sie denn Kunst kaufen direkt bei den Künstlern bestellen und die Galerien aussen vor lassen. Wie wäre es mal mit einer öffentlichen Ausschreibung: Öffentliche Institution (Museum/Rathaus/Stadtwerk/Ministerium) richtet sich neu ein und hat ein Gestaltungskonzept mit Werken folgender Künstler (m/w/d) entwickelt: Es folgt die Beschreibung die allen politisch korrekt Verpflichteten Freude in die Augen treibt mit Angabe des notwendigen Energie-/ Geschlechter-/ Religions-/ Parteimixes der ausgewählten Kulturschaffenden (d/m/w), die alle zu den TOP Ten der aktuellen Bestsellerliste gehören, Material / Maße / Motiv alles vorgegeben, und einziges Zuschlagskriterium ist der Preis! Es ist zu befürchten, dass nicht einmal die Feuilletons entsetzt aufquieken, weil von Qualität hier nicht die Rede ist. Galeristen (m/w/d) und deren Mitarbeiter (d/w/m) neigen überproportional wie die Künstler (w/d/m) die sie entwickeln zur Selbstausbeutung. Ihre Lobby ist quasi in den Parlamenten nicht existent - sonst könnte das Thema Reduzierung der Mehrwertsteuer für Kunst kein Problem sein. Im Moment lässt sich ja viel machen, was spätere Generationen tragen müssen und alles, weil ein kleiner, fieser Virus uns unsere Verletzlich- und Sterblichkeit vor Augen führt.

Wenn die Zahlen weiterhin die richtige Richtung behalten können wir bald wieder reisen - nur Theater, Konzert und Kino bleiben zu, es sei denn sie öffnen zur Einhaltung der Abstandsregeln nur mit einem Drittel der angebotenen Plätze unter Selbstkosten (also unwirtschaftlich). Mein Friseur (w/m/d) hat nach der Wiedereröffnung gleich die Preise um ca. 7% angehoben. Vermutlich zwackt der Überbrückungskredit.

Wer wissen will was Empatisanten sind schaut hier rein - vorsicht Kunst mit subjektiver Erläuterung.

Kommen Sie mit viel Optimismus gut durch die Woche

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg