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Newsletter 23. KW 2019

Die 287. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

erst wollte sie sich am Dienstag im Amt der Fraktionsvorsitzenden bestätigen lassen, jetzt hat sie schon am Wochenende hingeschmissen - und nicht nur den Fraktionsvorsitz, die Andrea Nahles. Es schadet allen Parteien, wenn sie ihre Inhalte an schwer einschätzbaren Meinungsumfragen ausrichten, die von Medienanstalten in Auftrag gegeben werden, um ihre Märkte zu erhalten. Da berichtet die FAS über eine Individualtherapie für eine 16 jährige, die jetzt erst mal mit der Schule aussetzt, um ökologisch korrekt durch die Welt zu reisen. Kreuzfahrtschiffe gelten auch nicht als klimaneutral und selbst Dreimaster benötigen heute für ihre Fahrten Motorkraft. Dieser Hype um Leute, die eine Ökobilanz ebensowenig lesen können wie eine Unternehmensbilanz macht mir Angst. Die wenigsten Dinge sind monokausal und damit deutlich komplexer als es die neuen Heilsbringer glauben machen wollen. Und sonst?

Noch 1 Woche bis zur Art Basel, dann fühlen wir ob dem Kunstmarkt eine Krise droht, weil der Brexit wohl doch härter kommt und die anderen Krisenherde in der Welt von den Schalthebelbesitzern heftig energetisch angereichert werden.

Die Versicherungswirtschaft versucht Gehör bei politisch Verantwortlichen zu finden, um Schlimmeres zu verhindern. Der Provisionsdeckel soll kommen, weil angeblich die Vermittler die Unwissenheit der Kunden gnadenlos ausnutzen. Erstens tun das zumindest Versicherungsmakler nicht die dem BDVM angehören, weil das gegen ihr Berufsethos geht, zweitens ist im privaten Sachversicherungsgeschäft eigentlich nichts zu verdienen. Haftpflichtversicherungen zu 60 EUR p.a. bringen dem Vermittler vielleicht 12 EUR, für die er eine komplette Beratung auch noch dokumentieren muss. Die ist so aufwendig und papierverbrauchend, dass man leider unter den Mindestlohn fällt. Aber da gilt wohl relative Gerechtigkeit - oder angebliche Klientelpolitik der Parteien. Überregulierung mit Entmündigungstendenzen hat noch nie auf Dauer Sympathien erhalten.

Am 15. Februar 1991 wurden die 7 Werke der Barmherzigkeit von Caravaggio durch die Strassen von Neapel getragen. Mit der Hand und einfach mal so, ohne Klimakiste und Objektschutz. In Italien sind halt nur ehrliche Leute und Wind und Regen gibt es auch nicht. Herrliche Photos im Journal des Arts vom 27.Mai 2019. Die Kunstversicherer würden sich Gedanken um Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit machen. Manche Stadtverwaltung tut das nicht: sie setzt für den Transport von Kunstwerken den städtischen Fuhrpark ein ...

Wer in San Francisco ins Museum of Modern Art geht muss aufpassen - berichtet der Independent vom 26. Mai. Mal liegt eine Baseballkappe auf dem Boden oder auch eine Brille und die Besucher bleiben bewundernd davor stehen. Der "Künstler" ist ein 17jähriger, der sich einen Jux macht und das auf Twitter posted. Das Museum reagiert humorvoll und fragt ob mit TJ Khayatan einer neuer Marcel Duchamp unter uns weilt und bildet dazu das Urinoir ab.

Einen gelassenen Start in die Woche wünscht Ihnen

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg