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Newsletter 24. KW 2019

Die 288. von allen!

Kobels neue Kunstwoche ist online.

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

heute kommt der Newsletter etwas später. Es ist Pfingstmontag, die meisten Tageszeitungen haben heute Pause und in zwei Wochen haben wir die Hälfte des Jahres geschafft. Am Pfingstmontag, einem hohen Feiertag in Regionen mit überwiegend christlicher Bevölkerung wird nicht gearbeitet, sondern man gedenkt des Wunders der Verständigung. Pfingsten haben plötzlich Alle Alle verstanden, egal welche Sprache sie Muttersprache nannten. Geht heute Richtung Utopie - da verstehen sich ja noch nicht mal diejenigen, die die gleiche Sprache sprechen. So zelebriert von einem amerikanischen Präsidenten zu Besuch in Land der Angeln und Sachsen oder von allen Parteien in Deutschland, die vorletzten Sonntag mehr als 5 % verbucht haben.

In Basel wird Pfingstmontag kräftig gearbeitet - zumindest von Angehörigen des Kunsthandels, die versuchen Interesse und Käufer für die Werke der von ihnen vertretenen Künstler (w/m/d) zu wecken. Donnerstag geht es bei der Art Basel erst richtig los. Was sonst so sein könnte bei Stefan Kobel.

Traurige Nachrichten für Sammler, Duisburg und die Küppersmühle. Der Sammler Hans Grothe ist mit 88 Jahren vor mehr als einer Woche verstorben und in aller Stille beigesetzt worden. Leidenschaft lässt sich nur schwer vererben - so ist offen, was mit den Dingen geschieht, die nicht an die Sammlung Ströher verkauft wurden. Nationales Kulturgut sollte es eigentlich nicht sein, aber wer weiß, was sich alles konstruieren lässt in Zeiten knapper öffentlicher Kassen - wobei die gar nicht so knapp sind. Nur die Begehrlichkeiten richten sich auf andere Dinge, die man als Wohltaten verteilen kann - da fällt eine Quasienteignung doch gar nicht ins Gewicht und Erben ist sowieso ungerecht - kommt doch aus Versteuertem, da kann man ja zweimal zuschlagen.

In Frankreich regt sich keiner darüber auf, dass bei öffentlich geförderten Bauten historischer Provenienz (Loire-Schlösser z.B.) Eintritte bis zu 15 EUR verlangt werden. Mit Parkgebühr geht das locker über 20 EUR. Man knubbelt und man drängelt sich und liest, dass lokale Anbieter sich um die Instandhaltung kümmern. Trotz EU Fördermitteln wird wohl nicht ausgeschrieben. Die Auslegung sollte man sich in manchem weniger latinischen Land auch mal leisten. Schon liebt man Europa mehr.

Von 10 Autoklaucities in Deutschland liegen 7 im Osten, wenn man Berlin dazu zählt ergibt sich aus der offiziellen Polizeistatistik 2018. Die Aufklärungsquote ist umgekehrt proportional. Die Zunahme an Sturm und Orkanereignissen lässt kurzfristig die Preise für Rückversicherung steigen. Die Politik von Herrn Draghi lässt andererseits neue Kapazitäten auf den Markt fluten. Es ist halt besser ein bisschen Chance auf Gewinn zu haben, als Strafzinsen für Kapital zu zahlen. Der Markt wird dadurch allerdings nicht gesünder oder berechenbarer.

In den USA hat eine Initiative zu Transparenz bei Gehältern im Kunstsektor alle in Museen und im Kunsthandel Beschäftigten aufgefordert ihre Gehälter in eine Tabelle einzutragen - anonym versteht sich (der Link ist bei Kobel). Erste Bezüge aus Europa sind auch schon drin. Museum und Position lassen allerdings Rückschlüsse auf Personen zu, da die Personaldecke oft sehr dünn ist. Stundenlöhne von 20 USD bis 50 USD zeugen von Jobs, Jahresgehälter zwischen 20.000 und 100.000 USD von Festanstellungen

Geniessen Sie den Pfingstmontag und hoffen Sie mit Allen auf eine umfassende Verständigung.

Einen gelassenen Start in die Woche wünscht Ihnen

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg