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Newsletter 31. KW 2020

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Unser Newsletter und Kobels Kunstwoche sind online. Die 347. von allen!

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

da sind mir letzte Woche morgens um 6 Uhr die Pferde durchgegangen vor lauter Begeisterung über die einmalige Chance der ART COLOGNE in dieser gebeutelten Zeit ein noch dickeres Signal für einen vitalen Kunstmarkt zu setzen. Babei habe ich mit meiner Formulierung unbeabsichtigt zwei Verantwortlichen gewaltig auf die Zehen getreten. Das tut mir leid und ich entschuldige mich dafür in aller Form, ich weiß wie hart sie daran arbeiten, dass die Messe ein Erfolg wird.

Der HDI plant offensichtlich Größeres in Sachen Kunstversicherung. 19 Jahre war Chris Brett bei AXA Art in London zuletzt als deren CEO. Jetzt ist er Head of Fine Art at HDI Global Specialty, dem Spezialversicherer für Großrisiken im Talanx Konzern. Wie weit seine Aktivitäten in den DACH Markt wirken lässt sich noch nicht abschätzen. Es gab schon leichtere Zeiten ein vernünftiges Kunstportfolio aufzubauen.

Die Politik in Deutschland tut sich immer noch schwer mit dem Kunsthandel. Anders als in Österreich ist man hier nicht in der Lage die im globalen Massstab wettbewerbsverzerrende Mehrwertsteuer auf Kunstgegenstände z.B. auf 7% zu senken. Da wundert sich bitte keiner, wenn die ein oder andere Galerie in der Krise überlegt zu privatisieren.

Die Versicherungssteuer wurde übrigens auch nicht abgesenkt und beträgt weiter 19%. Andere Länder, wie die Schweiz, kommen mit deutlich weniger zurecht. Und die Alten unter uns können sich auch in Deutschland noch an 5% erinnern. Möglicherweise würde das Absenken der Versicherungssteuer auf 5% mehr Kaufimpulse freisetzen, als das 3%ige temporäre auf die Mehrwertsteuer.

Die Hagia Sophia ist kein Museum mehr. Die Türkei entfernt sich unter Erdogan immer mehr von der Moderne - Symbolpolitik unterstreicht seinen hegemonialen Anspruch und erleichtert nicht das Zusammenleben türkischstämmiger Menschen mit anderen ausserhalb der Türkei.

Letzte Woche haben drei Medizinhistoriker aus Mailand Neues zum Tod von Raffael (+1520) herausgefunden: Es könnte ein Corona sehr ähnliches Virus gewesen sein, dass den Meister hingerafft hat. Allerdings hat der Patient seinen Ärzten verschwiegen, dass er in kalten Nächten seine Liebschaften aufsuchte. In Folge dessen hätten die Ärzte falsch diagnostiziert und zur Ader gelassen, was den Patienten weiter schwächte. Was so Manchem einfällt im 500sten Todesjahr des Künstlers...

Im Glasmuseum von Shanghai sind zwei Kinder beim wilden Herumlaufen einem Ausstellungsobjekt zu nahe gekommen, was die Skulptur eines Disney Schlosses nicht überlebt hat. Verletzte Aufsichtspflicht der Eltern würde in Europa die Haftpflichtversicherung beschäftigen. Cinderella kam jedenfalls nicht, um mit Zauberkraft das Geschehene ungeschehen zu machen.

Museen sind derzeit die großen Ruhepole - sie haben geöffnet und mancher geht hin. Zwei Stunden Maske tragen und sich in Ruhe mit einzelnen Werken befassen - die reine Erholung. Das gleiche gilt übrigens in Galerien - mit dem Unterscheid: die Werke dort sind vielleicht noch nicht so bekannt, aber man kann sie kaufen!

Erfreuen Sie sich an einer sommerlichen Woche und hoffen wir, dass die zweite Corona-Welle ausbleibt.

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg