Newsletter

Newsletter 32. KW 2020

einfach.persönlich.versichert.

Unser Newsletter und Kobels Kunstwoche sind online. Die 348. von allen!

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

Ferragosto ist bekanntlich erst am 15. August und spätestens dann leeren sich die italienischen Städte und ganz Italien ist an der Küste. Aber vielleicht ist ja alles anders dieses Jahr. Die Heerscharen von ausländischen Touristen sind ja auch nicht gekommen. Viele Galerien gehen jetzt in eine 2 - 4 wöchige Sommerpause. So ab der 1. Septemberwoche sollte es normaler werden. Stefan Kobel wird in den nächsten drei Wochen einen Überblick über die ersten 6 Monate des Jahres geben. Wir erinnern uns Dunkel - Im März war ja noch TEFAF in Maastricht.

Ende Juli wollten sich die Macher der FIAC erklären, ob wir im Grand Palais zu Paris vom 22. - 25. Oktober eine Messe erleben werden. Vom 10. - 13. September soll gar die Art Paris im gleichen Gebäude stattfinden übrigens parallel zur Paper Positions in Berlin, die in Tempelhof stattfinden wird, gleichzeitig zur Berlin Art Week. Beides scheinen eher nationale Ereignisse zu werden, wobei ganz mutige beides schaffen könnten. Es gibt Flüge zwischen den Hauptstädten ... . Vom 24. - 27. September findet dann voraussichtlich life die Vienna Contemporary statt. Um allen Anforderungen zu genügen setzt man dort auf Qualität vor Quantität, wie der Homepage zu entnehmen ist.  Derweil läuft die Untitled Online virtuell, sobald man sich einem Stand nähert popt ein Chat auf, der einem das Gefühl gibt von der Galeristin(m/w/d) angesprochen zu werden. Alles Illusion, die Messehalle, die Stände, die Kunst - aber garantiert coronatauglich und aseptisch. Über sensationelle Verkäufe ist bisher nichts bekannt. Das wird aber sicher kommen.

Künstler (m/w/d) und Kunsthandel in Deutschland können hoffen. Die Staatsministerin (ausschließlich w) hat einmalig den Etat für den Ankauf zur Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland von 400 TEUR auf 3 Millionen EUR für 2020 angehoben, berichtet die FAS auf der ersten Seite. Kein Werk soll mehr als 20 TEUR kosten und gekauft werden soll in Ateliers (sorry Galerien für eure kulturelle Aufbauleistung gibt es da nix) und auf Messen, die noch bis Jahresende stattfinden. Da haben die 5 Mitglieder der Ankaufskommission alle Hände voll zu tun - das Jahr ist nur noch kurz. Dr. Ulrike Groos, Staatsgalerie Stuttgart, Dr. Friedrich Meschede (bis 2019 Kunsthalle Bielefeld), Roland Nachtigäller, Marta Herford, Rein Wolfs, Bundeskunsthalle Bonn und Anna-Catharina Gebbers, Hamburger Bahnhof Berlin werden jetzt deutlich mehr als 150 Werke kaufen müssen, um das Budget zu verbrauchen. Interessante organisatorische und qualitative Herausforderung bis zum Jahresende stehen weniger als 150 Arbeitstage zur Verfügung. Und nach kameralistischer Lesart verfällt das Budget, wenn es bis zum 31.12. nicht ausgegeben ist.

Am 24.7. erschien die letzte Ausgabe von CODIRET, Series Berolinensis XIX, Sonderausgabe Massenpanik V - ein in unregelmäßigen Abständen erscheinender Newsletter von PD Dr. Gerhard Charles Rump. "Codiret" ist ein lateinisches Kunstwort aus "codicillum" (Notizbuch) und "reti" (abl. instr.) "durch das Netz". Also - "Blog" auf Latein. Am 29.7. berichtet Samuelis Baumgarte, dass Charles gestorben sei. Die Kunstwelt verliert einen Querdenker im alten Sinne (nicht zu verwechseln mit dem von Coronaleugnern usurpierten Begriff), der sich in den letzten Jahren mehr in kleinem Kreis bemerkbar machte. Ob die von ihm konzipierte Ausstellung "Exodus2,0" im Rosenhaag Museum in Weilburg an der Lahn noch posthum stattfinden wird?

Für die KFZ Versicherer ist 2020 ein gutes Jahr - die Beitragseinnahmen deutlich gesteigert und den Schadenaufwand bestens gesenkt, allerdings nicht durch Spartenmanagement. In anderen Sparten sieht das nicht so rosig aus. Insofern hat die Kraftfahrtsparte die einmalige Chance andere Sparten im Unternehmensergebnis zu stützen. Normalerweise ist es umgekehrt.

Als vor zwei Jahren in Genua die Morandibrücke einstürzte und 47 Menschen unter sich begrub war das eine Katastrophe. Heute wird der unter Leitung von Renzo Piano gestaltete Neubau eingeweiht. Schlank und erdbebensicher überspannt die Brücke jetzt das Tal. Die Baukosten mit 200 Millionen EUR für ein solches Projekt überschaubar und die Bauzeit phänomenal - in mancher Deutschen Stadt braucht allein die Bauvoranfrage länger, weil so viele Dezernate die Einhaltung sich ständig verändernder Vorschriften beurteilen müssen, von der Baugenehmigung ganz zu schweigen. Und selbst wenn die vorliegt klappt es nicht in zwei Jahren... .

Ich wünsche Ihnen eine Woche voller erfüllter Hoffnungen und positiver Eindrücke

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg