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Newsletter 34. KW 2020

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Unser Newsletter und Kobels Kunstwoche sind online. Die 350. von allen!

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

seit 22 Wochen gibt es in Deutschland Maßnahmen, um uns alle vor Covid-19 zu schützen. In manchen Ländern schon etwas länger und es gibt keine Anzeichen, dass sich das so bald ändern wird. Die Wirtschaftsleistung Aller hat gelitten - es gibt eigentlich keine Branche weltweit, die nicht gelitten hat - mal mehr, mal weniger. Lediglich Amazon und Konsorten bauen ihre Marktstellung aus. Im Gefolge Bezahldienste, wie PAYPAL, die in Europa ihr Headoffice in Luxembourg aufgeschlagen haben, dass nicht gerade für seine üppig ausgestattete Finanzmarktaufsicht bekannt ist. Versuchen Sie mal von der Europäischen Geschäftsführung eine persönliche Antwort zu bekommen - Sie landen in einem Algorythmus gesteuerten Maildienst mit kaffkaesken Volten. Viel Spass.

Mitten in der Krise meldet sich auch die Versicherungswirtschaft zu Wort und meldet eine robuste Gesamtlage bei teilweise zweistelligen Gewinneinbrüchen im zweiten Quartal. Mit der theoretischen Ausnahme der Gegenseitigkeitsvereine, die ihren Mitgliedern gehören, müssen die kapitalmarktbasierten Risikoträger Gewinne erzielen. Das bekommen jetzt die industriellen Kunden zu spüren, deren Beiträge kräftig steigen sollen (und das bei sinkenden Umsätzen). Betroffen sind nicht nur die schadenbelasteten Risiken! Damit ist es nur eine Frage der Zeit, bis bei den hochvolatil angelegten Kunstversicherungsrisiken die Beiträge steigen. Eine Trendumkehr nach 30 Jahren Abwärtsbewegung in Sachen Prämien/Haftungsverhältnis wäre wie eine Umkehr des Zuges der Lemminge.

Urheberrecht von Künstlern wird im deutschsprachigen Raum durchaus ernst genommen. Bis zu 70 Jahre nach dem Tod partizipieren auch die Nachfahren vom Verkauf der Werke im Handel und auf Auktionen. Im Zuge der Black Life Matters Bewegung fiel jetzt in Ländern wo das nicht so ist auf, dass auch die Werke von Schwarzen Künstlern hochspekulativ vermarktet werden, wie Artnet berichtet. Die Kuratorin Ross-Sutton hat jetzt bei Christies Regeln für Käufer entwickelt, die diese verbindlich unterschreiben müssen, sonst bekommen sie die Arbeiten nicht. Unter anderem dürfen sie erst nach 5 Jahre wieder in den Markt gebracht werden und der Künstler erhält 15% von der Wertsteigerung (wenn es eine gibt).

Die USA sind gebeutelt von Corona und einem Präsidenten, der, selbst Briefwähler, alles versucht die Briefwahl im November zu torpedieren, um sich an der Macht zu halten. Er hat schon einmal mit 3 Millionen Stimmen weniger als seine Gegenkandidatin eine Wahl gewonnen. So geht Demokratie in Amerika. Im Schatten dieses Trubels geht fast unter, das dort mehrere 100 Privatmuseen um ihre Existenz bangen, da die Finanzierung nicht gesichert ist und die Besucher ausbleiben.

Derweil gibt es kleine Hoffnungszeichen, dass Institutionen wieder Ausstellungen organisren. So eröffnet in dieser Woche das Kunstforum Wien eine Ausstellung mit Bernd Reiter und Anfang September die Langen Foundation in Neuß eine mit Alicja Kwade.

Wir wünschen Ihnen eine Woche voller Optimismus und Ideen

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg