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Newsletter 16. KW 2021

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Unser Newsletter und Kobels Kunstwoche sind online. Die 385. von allen!

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

heute werden in Deutschland die Grünen mitteilen, wer sie im Wahlkampf anführen wird. Bei den Konservativen versucht der Umfragekönig daraus Kapital zu schlagen. Da Parlamentarierer mehr als einmal wiedergewählt werden können hat er gute Chancen. Die Angst vor realer Arbeit in richtigen Unternehmen sitzt tief. Und die Leistung würde anders gemessen als an der Urne.

Stefan Kobel berichtet viel über den neuen Markthype NFT, der sehr widersprüchlich wahrgenommen wird. Der Umgang wird kritischer - selbst Takashi Murakami hat seine NFT Vermarktung erst einmal gestoppt, um zunächst besser zu verstehen, was da abgeht. Die Axa Schweiz hingegen akzeptiert jetzt Prämienzahlungen in Bitcoin über einen Zwischenhändler (ausser bei Lebensversicherungen). Irgendwie ist es ihr gelungen das aus der Berechnung des Carbon Footprint der Gesellschaft herauszuhalten, sonst wäre sie unter Nachhaltigkeitsaspekten ziemlich angeschlagen. Versicherungstechnisch ist das Thema NFT eher ein Cyber Risiko. Was ist, wenn jemand den Code hackt und nur gegen Lösegeld (in Bitcoin versteht sich), den Zugang wieder ermöglicht? Was ist, wenn einge Server über die ein Teil der getrennten Gesamtidentität läuft, nicht mehr im Zugriff sind? Ist dann das NFT Werk Totalschaden? Es gibt schon Gründe, warum herkömmliche Kunstversicherer an der Cyber Attack exclusion clause festhalten. Die klassischen Cyber Versicherer reduzieren gerade ihre Kapazitäten, weil die Schäden teurer und komplexer werden als sie ursprünglich gedacht haben.

Die Unternehmen - so auch wir - haben sich längst zu Selbsttests für die Mitarbeiter in Sachen COVID-19 bereit erklärt. Mittlerweile sind für unsere Mitarbeiter 200 Tests eingetroffen. Das sollte bei 2 x Testen die Woche für 20 Wochen reichen. Die Kosten ca. 1.200 EUR Netto - und da wir als Versicherungsmakler nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind kommen noch einmal 19% für Herrn Scholz drauf - also insgesamt ca 1.430 EUR. Um das auszugleichen müssen wir einen Kunden finden, der eine Sammlung von ca. 3.500.000,00 EUR sein eigen nennt und die ein Jahr versichern möchte, ohne, dass wir damit irgendeinen Aufwand haben. Normalerweise armortisieren sich Akquisitionen dieser Größenordnung erst nach 5 Jahren, wenn man die Aquisitions- und Administrationskosten dagegen rechnet.  Nein, der Beitragssatz ist nicht übertrieben aber unsere Courtage, mit der wir die von Hernn  Scholz geforderten Masken ohne Entlastung finanzieren sollen, ist ja nur ein Bruchteil der Prämie. In Deutschland liegen die wenigsten Kunden in dieser Größenordnung. Also müssen es deutlich mehr Einzelverträge sein - und das in Zeiten in denen Kundenbesuche immer schwieriger werden, weil man nicht mehr vor die Türe gehen soll.

Claire Mac Andrews Zahlenspiele über den Kunstmarkt - früher von der TEFAF und jetzt von der Art Basel mit der UBS gesponsert - waren nie sonderlich transparent. Offenbar wurde dabei der Deutsche Kunsthandel verzwergt, wie Stefan Kobel zu berichten weiß. .Demnach beträgt der Umsatz nicht 1 Mrd. EUR sondern 4 Mrd. EUR und das entspräche dann knapp 8 % des Weltumsates mit Kunst, wenn die anderen Zahlen des World Art Market Report überhaupt stimmen. Wir erinnern uns: Als Claire Mac Andrew zur Art Basel wechselte traute sich die TEFAF einen von ihr unabhängigen Bericht zu veröffentlichen. Der Unterschied zwischen beiden Berichten lag bei ca. 10 Mrd. USD - das waren fast 20%. Da Kunsthandelsumsätze in Bitcoin nicht transparent sind und sich jeglicher Kontrolle entziehen, darf man auf die nächsten Berichte gespannt sein. Eins steht jetzt schon fest - sie bilden nur eine relative Wahrheit ab.

Am Freitag war ich wegen eines Schadens für knappe 10 Stunden im Vereinigten Königreich zusammen mit einer Sachverständigen aus einem Havariekommissariat. Nachdem die Frankfurter am Sonntag über schikanöses Verhalten von Britischen Zöllnern berichtete, die manchem Uniformierten in anderen Ländern in nichts nachstünden, muss ich eine Lanze brechen für den unabhängigen Zöllner, der uns nach 90 Mintuen Wartezeit ins Land ließ. " Two German Doctors - what shall I say (against immigartion)?" Und noch viel schöner: "When you are flying back, I am sitting in my favorite chair in my house having my first well tempered glass of my deserved single malt" . Solche Erlebnisse helfen einem über Vieles hinweg.

Wir wünschen Ihnen eine Woche mit gute Erlebnissen, und kleinen Freiheiten - auf die großen müssen wir wohl noch warten

Ihr

Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg