Zilkens Newsblog

Das Team begrüßt das Neue Jahr - Ungers Archiv - Foto: Mike Christian
Das Team begrüßt das Neue Jahr - Ungers Archiv - Foto: Mike Christian
Portraitfoto von Dr. phil. Stephan Zilkens

Stephan Zilkens

Newsblog 2. KW 2026

Hat sich was mit besinnlichem Start ins Neue Jahr - da macht der Amerikanische Präsident einen Strich durch die Rechnung und läßt die Gräueltaten des Russischen kurzfristig in den Hintergrund treten. Maduro hat Wahlen gefälscht, um an der Macht zu bleiben (Trump läßt Wahlbezirke neu zuschneiden), der Staat Venezuela hat den Besitz amerikanischer Erdölunternehmen schon vor Jahrzehnten beschlagnahmt und verstaatlicht (Das passiert gerade mit vielen westlichen Unternehmen in Russland auch) und er soll neben Rauschgifthandel auch noch die Korruption im Land befördern (Wie will man die Kooperation der amerikanischen Tech-Giganten mit der amerikanischen Regierung bewerten?). Wenn man die Argumente, die die Trump Administration für die Entführung Maduros nutzt, liest, müssten noch ein paar ganz andere Kaliber, die im Moment mit zweifelhafter Legitimation ihre Macht ausüben, um diesselbe fürchten. Völkerrechtlich mehr als heikel zeigt es eine von allen Konventionen unabhängige amerikanische Administration, die vor nichts zurückschreckt. Disruptiv ist wohl das richtige Wort dafür - und man darf gespannt sein, wie die Welt sich mittelfristig darauf einstellt. Wunschdenken hilft jedenfalls nicht weiter. Und Grönland könnte das nächste Ziel sein. Das wärs dann gewesen mit der NATO - sehr zur Freude Putins.

Der Kunsthandel ist mittlerweile vollständig globalisiert - Neben Genf findet jetzt am Anfang des Jahres auch eine Kunstmesse in Qatar, letztere unter der Aegide der Art Basel, statt. Zusammensetzung und Umsätze der Aussteller werden sicherlich genau beobachtet. Unsicherheit ist auch für den Kunsthandel Gift, denn Kunst ist zwar schön und macht viel Arbeit, wie schon Karl Valentin wusste, aber dafür in größerem Umfang Geld auszugeben, wenn die Wirtschaftsdaten wegen politischer Umstände weniger verlässlich sind ist eher fraglich. Da die amerikanische Bevölkerung es zuläßt, dass die Politik ihres Landes im Wesentlichen aus Deals besteht, die irgendwo auch dem Vermögen der Familie Trump nutzen, ist es wenig wahrscheinlich, dass Kunst dabei eine Rolle spielt. Mar Al Lago ist zwar protzig gülden, von großer Kunst ist aber wenig zu sehen. Und der Finanzminister heißt nicht mehr Mnuchin und hat auch keine familiären Verbindungen zum Kunsthandel mehr.

Auch vor diesem Szenario könnte eine Hinwendung zu anderen Märkten durchaus sinnvoll sein. Problematisch weder die arabischen Staaten, noch China können als intelektuell weltoffen betrachtet werden - Zensur ist immer in deren Umgebung möglich. Ein Grund mehr, warum wir in Köln versuchen Künstlerinnen und Künstler im Exil zu finden, die an einem Atelierstipendium interesse haben. Weitere Informationen unter artistsinexile.de . Und wenn Sie jemanden kennen - bitte geben Sie die Information weiter. - Danke

Es sind zwar ein paar schreckliche Unglücke zum Jahreswechsel geschehen, aber die Kunstversicherungswelt scheint verschont worden zu sein. In der Kirche in Amsterdam waren keine versicherten Kunstschätze. Das Sicherheitsempfinden bei Tresoren von Sparkassen und Volksbanken ist angekratzt, nachdem in Gelsenkirchen und anderen Städten in Tresore eingedrungen und daraus geraubt werden konnte. Keine Bewegungsmelder innen - keine Erschütterungsmelder - Keine Kameras! Das ist so etwas von an der Grenze zur groben Fahrlässigkeit der für diese Unternehmen Verantwortlichen bzw. von deren Versicherern, das man sich fragt, wer da aus welchen Gründen was unterlassen hat. Unsere Versicherer fragen uns - und damit unsere Kunden - nach allen möglichen Details in Bezug auf die Unterbringung von leicht zu versilbernden Gegenständen und wehe der Bewegungsmelder fehlt vor dem Tresor im Privathaus, dann gibt das Diskussionen. Hoffen wir mal, dass die D&O Versicherer der Sparkasse nicht ran müssen, weil die Inhaltsversicherer die Deckung für den Inhalt wegen Fahrlässigkeit ablehnen oder nur mit Abschlägen regulieren. Da kommt Freude auf ...

Freuen kann sich die Liberty Mutual SE. Seit dem 1. Januar ist David Saillen Chief Underwriter Europe, das heißt für die Zeichnungsrichtlinien und die Auslegung der Zeichnungspolitik über alle Sparten in Europa zuständig. Bisher hat er stringent und mit Erfolg das Portefeuille in Kunst und Specie aufgebaut, jetzt kommt noch Sach, Haftpflicht, Cyber, D&O, Transport, Technische Versicherungen und was sonst noch so beim Schaden- und Unfallversicherer Platz hat dazu. Eine Riesenaufgabe zu der wir herzlich gratulieren und viel Erfolg wünschen. Die Menschen aus der Kunstversicherung können auch mehr als nur Kunst versichern - wir übrigens auch.

Seit dem 1. Januar sind wir ein Teil der ATTIKON Gruppe, also von mehr als 30 Versicherungsmaklern, die denselben Eigentümer haben. Die Gruppe macht uns stärker auch in der Beratung von Versicherungsthemen, die über die Kunst hinausgehen. Testen Sie uns - das ist einer der Wünsche unseres Teams zum Jahresanfang.

Einen guten Start in die erste Arbeitswoche 2026. Starten Sie mit Gesundheit, Glück und Erfolg. Wir unterstützen Sie gerne da, wo wir es mit unseren Kompetenzen können.

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker in Solothurn und Köln.