Stephan
Zilkens
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Newsblog 32. KW 2026
Es gibt Abende, da hört man Geschichten, die man eigentlich nicht glauben will, weil sie bestätigen, dass der Islamismus die durch ihn erzogenen Menschen mit unserer Freiheit nicht viel am Hut haben. Eine schon etwas ältere Freundin kam abends an einem deutschen Hauptbahnhof an und wurde von drei Männern angesprochen, kurzhaarig, aber mit langen schwarzen Bärten, die von ihr wissen wollten, was sie da zu suchen habe. Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn taucht glücklicherweise auf, spricht Arabisch mit den drei merkwürdigen Personen, die sich dann entfernen, um im fortgehen der Freundin noch zu zurufen: da habe sie noch einmal Glück gehabt. Nach dieser Erzählung entspann sich eine lange Diskussion über die Frage, ob es sich tatsächlich um muslimisch erzogene Männer gehandelt habe, und ob die hinterher geworfene Bemerkung bereits als Vorbereitung einer Straftat gewertet werden könne. Angstszenen wie diese sollten an deutschen Bahnhöfen und überhaupt, egal wo, gar nicht erst möglich sein.
Aber kommen wir lieber zur Kunst, die auch andere Aspekte bereithält: am 11. Dezember soll in Abu Dhabi das Guggenheim Museum im dann neu errichteten Museumsgebäude von Gehry eröffnet werden. Seit 2006 trägt das Emirat bereits eine Sammlung zusammen, die thematisch gegliedert in dem Museum zu sehen sein wird. Es ist zu hoffen, dass der Krieg zwischen USA und Iran diese bereits um mehr als zehn Jahre verschobene Eröffnung nicht noch einmal behindert.
Man darf ja nicht einfach jedwede Kunst innerhalb Europas rumfahren und dann auch noch in die Schweiz bringen. Vor über 20 Jahren hat der französische Zoll an der Schweizer Grenze eine Gouache von Chagall und eine Arbeit von Zadkine konfisziert, die ohne ausreichende Genehmigung in die Schweiz gebracht werden sollte. Jetzt ist das Asservat aufgefallen, Bevor es endgültig im Lager verschollen wäre, und an ein französisches Museum übergeben worden. Eigentumsfragen scheinen dabei auch geklärt worden zu sein, wobei die hier mit Konfiszierung beschrieben werden können.
Aus Frankreich ist das aber noch nicht alles: wie man bei Stefan Kobel nachlesen kann wurde am 24. Juli aus einem Museum in Burgund eine goldene keltische Grabbeigabe, die ungefähr 500 g wog, gestohlen. Einen von zwei Verdächtigen hat man wohl schon, denn am 28. Juli wurde ein ca. 20-jähriger Mann verhaftet. Es besteht allerdings die Befürchtung, dass auch dieses Objekt nur wegen seines Goldwertes geraubt und anschließend eingeschmolzen wurde. Edelsteine und Kunstwerke aus besonders wertvollem Material sind besonderen Gefahren ausgesetzt. Es reicht leider nicht stärkere Vitrinen zu bauen, vielleicht muss man den Zugang zu diesen Objekten sehr erschweren und sie damit noch begehrenswerter machen.
Die Versicherungswirtschaft geht sicher gerne mit ihrem Know-how zur Verfügung, wenn es um die Absicherung solcher Objekte geht. Andererseits engagiert sie sich bei ganz profanen Dingen, wie dem Fußball. In München gibt es einen Traditionsklub seit 1860 der Löwen in seinem Wappen hat. Die Bayerische hat bis Ende der letzten Spielzeit den Club mit ca. 1 Million € pro Jahr gesponsert. Der Ausstieg des Sponsors Hasan Ismalik war allerdings der eigentliche Grund, warum der Club nunmehr in der vierten Liga spielt. Als neuer Sponsor taucht jetzt die Dialogversicherung auf, die zum Generali Konzern gehört. Es ist nicht bekannt, dass Versicherungsmakler ein besonderes Faible für die Münchner Löwen haben – insbesondere die aus Hamburg, Lübeck, Köln, Frankfurt und anderen Städten sehen darin nicht zwingend ihren Heimatclub. Und mancher Kollege hadert auch damit, dass man jetzt Produkte unter dem Namen Dialog verkaufen muss, die man vorher Mit der weltweit bekannten Marke Generali anbieten konnte. aber dafür kostet das Sponsoring auch nur noch eine halbe Million im Jahr. Freuen wir uns für die Münchner und hoffen, dass das Geld nicht auf dem Oktoberfest verjubelt wird.
Viele Galerien haben in dieser Woche geschlossen – wir befinden uns in der Hochphase der Ferien. Aber ab Dienstag haben viele Museen wieder auf und bei der Hitze sind sie oft Zufluchtsorte, die einem Kühlung versprechen. Im Kölner Wallraf-Richarz Museum muss man nicht vorbeigehen, das hat geschlossen bis auf Weiteres, wegen Renovierung und wer im Ludwigmuseum vorbeigeht wird die Kusama Ausstellung nicht mehr erleben. Die ist jetzt auf dem Wege nach Amsterdam.
Allen viel Vergnügen mit Kobels Kunstwoche und eine weniger stressige Selbige.
Stephan Zilkens mit dem Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln